#echtefreunde
#echtefreunde

Aus zwei mach eins

Lara und Cora sind #echtefreunde. Wir haben die beiden getrennt voneinander übereinander befragt. Ein inniges Doppelporträt.

Cora über Lara:

Unsere Kennenlerngeschichte klingt fast wie eine Lovestory: nicht gesucht und trotzdem gefunden. Sie begann, als wir beide in Bremen studierten und in einer ähnlichen Phase unseres Lebens steckten. Dadurch hatten wir direkt einen Draht zueinander und nach einer Beschnupper-Phase wuchsen wir schnell zu einem unzertrennlichen Duo zusammen.

Inzwischen verstehen wir uns blind und Lara ist nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken. Es vergeht kein Tag, an dem wir uns nicht schreiben oder uns Selfies schicken, die besser niemand sonst zu Gesicht bekommt. Auch bescheuerte Voicemails hinterlassen wir uns gerne. Und natürlich sehen wir uns auch oft, denn wir verbringen offline unheimlich viel Zeit miteinander. Aber wenn das mal nicht klappt, ist die Online-Welt eine sehr große Hilfe, um an dem Leben des anderen teilzuhaben.

Als wir beide im Ausland waren und über verschiedene Zeitzonen und tausende Kilometer hinweg kommunizieren mussten, waren Skype und Whatsapp unsere ständigen Begleiter. 2013 starteten wir dann einen gemeinsamen Blog, wodurch uns das Thema "online sein" natürlich zunehmend beschäftigt hat. Denn um in der Blogosphäre auf dem Laufenden zu bleiben, muss man zwangsläufig viel Zeit im Internet verbringen. Aber das tun wir zugegebenermaßen auch sehr gerne.

Was wir feststellen: Seitdem Instagram in der Bloggerwelt Facebook abgelöst hat, tauchen beispielsweise immer mehr Bilder von bekannten Bloggern auf, die sich mit mehr oder weniger bekannten Menschen der Medienwelt auf Selfies ablichten. Die Beschreibung darunter beinhaltet meist Hashtags wie #bestie #mylove #soulmate #reunion. Lara und ich betrachten diese Bilder mit Skepsis. Was davon ist echte Freundschaft und was ist reine Selbstinszenierung? Da kann man sich einfach nie sicher sein.

Laras und meine Freundschaft basiert jedenfalls nicht auf öffentlich gesharten Selfies, denn wir fragen uns, warum man unbedingt ein Bild davon hochladen muss, wie man Quality Time mit seinem liebsten Menschen verbringt. Aber klar, das muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Und ich thematisiere hier die Online-Welt ja auch nicht ohne Anlass – Lara und ich sind in dieser Sphäre eben auch zu Hause und sprechen schon sehr oft über all die Kuriositäten und interessanten Dinge, die sich in ihr finden.

Doch auch wenn wir sehr oft online sind, glaube ich, dass Lara und ich die perfekte Mischung aus Online- und Offline-Welt für uns entdeckt haben. Denn wenn wir im echten Leben zusammen sind, sind wir das auch richtig. Wir haben dann meist gar nicht das Bedürfnis, zur gleichen Zeit auch online zu sein – besonders dann nicht, wenn wir auf Reisen sind. Da genießen wir es, im Moment zu leben! Denn was interessiert es uns an einem wunderschönen Ort, was andere Menschen woanders gerade treiben? Uns reicht es, solche Momente zu zweit zu teilen. #echtefreunde

Lara über Cora:

Würde man sagen, Cora und ich seien auf einer Wellenlänge, würde man maßlos untertreiben. Wir sind ein und dieselbe Welle und schwappen mal brausend, mal sanft über unsere Leben: Freunde, Hobbies, Reisen – all das reißen wir als Flut gemeinsam mit. Bei Cora kann ich meterhohe Problemberge abladen und sie macht daraus in Minutenschnelle kleine Häuflein. Neben ihr kann ich unglaublich laut sein, aber auch ganz leise – wie damals am Strand in Kambodscha, wo Minute um Minute verging, während wir stillschweigend auf's Meer schauten.

Laut sind wir auch gerne gemeinsam, etwa wenn wir Nächte in Tanzorgien verwandeln, wobei die anschließenden Heimwege meist einen philosophischen Beigeschmack bekommen und somit wieder leiser tönen. Auch die Menschen um uns herum bemerken, wie innig unsere laut-leise Freundschaft ist. Oft bekommen wir zu hören, wie ähnlich wir doch sprechen, lachen, Witze machen. Ein gemeinsamer Bekannter von uns will sogar eine äußerliche Ähnlichkeit zwischen uns entdeckt haben – was absurd ist, denn Cora ist Asiatin und hat einen Schokoteint und ich bin ein kreidebleicher Rotschopf.

Egal ob offline oder online, Cora ist immer für mich da. Sie ist für mich genauso Welterkundungs- kumpanin, Sonntagsspaziergehfreundin und Imbettliegundandiedeckestarrgesellin wie sie meine Bloggerseelenverwandte, Whatsappspamqueen und Youtubelinkteilerin ist. Im echten Leben kochen wir gemeinsam, sitzen mit Freunden an der Weser oder animieren uns beim Sport – wenn wir uns dabei nicht gerade gegenseitig auslachen. Online bloggen wir gemeinsam und kommunizieren miteinander. Und das nicht zu knapp!

Unser Blog ähnelt mittlerweile einem öffentlichen Archiv unserer Freundschaft und bei Whatsapp, wo wir uns mit Vorliebe Memes als Antworten auf geistreiche Fragen schicken, haben wir inzwischen mehr als 2.000 Bilder an die Andere versendet. Und da ist einiges dabei: Selfies mit Doppelkinn, Screenshots diskussionswürdiger Gespräche mit dem anderen Geschlecht und Fotos übergewichtiger Hunde – um nur wenige Andeutungen zu machen.

Die Bilder, Emojis (Affen gehen gar nicht, der keck zur Seite schauende Smiley dafür nach jedem Satz) und Gedanken unserer Online-Messages überbrücken manchmal nur wenige Meter, mussten sich aber auch schon über die Weltmeere kämpfen.

Doch auf welchem Weg Cora und ich uns austauschen, ist uns eigentlich egal, solange wir stundenlang über Youtube-Videos, Blog-Beiträge und Facebook-Posts reden können. Denn das Großartige ist, dass wir uns immer verstehen, online und offline. Und da ich weiß, dass Cora hinter meinem neuesten Profilbild mein wahres Ich erkennt, ist sie wirklich meine #echtefreundin. Der Beweis? Wir teilen uns sogar ein Instagramprofil. 

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