#getalife
#getalife

Oma, wie war das damals?

Durch diese Familie geht ein Spalt: Nick und Nathalie nutzen das Web nebenbei Christian und Oma Anni trainieren sich Online-Fähigkeiten mühsam an.

Nick, 16: Wie soll offline funktionieren?

Facebook, Whatsapp, Instagram, Snapchat – auf den sozialen Netzwerken bin ich eigentlich fast überall und quasi den ganzen Tag, hauptsächlich, um mit meinen Freunden verbunden zu sein. Und natürlich weil´s Spaß macht – lustige Bilder, Videos und jede Menge Stars zum Stalken. Ansonsten klick ich mich gerne durch Youtube oder schaue viele Serien und Filme auf Netflix. Einen Tag ohne Internet gibt’s bei mir definitiv nicht!

Wie soll das auch funktionieren? Social Media würde sich ja theoretisch durch SMS ersetzen lassen. Aber E-Mails zum Beispiel braucht man einfach. Generell macht das Internet das Leben so viel einfacher – fährt man in den Urlaub, bucht man Flüge, Zugtickets, Hotels und Eintrittskarten doch online. Tippt man in Google "Sehenswürdigkeiten“ mit dem passenden Ort ein, spuckt die Seite hunderte Treffer aus. Kennt man sich nicht aus, gibt man das gewünschte Ziel in Google Maps ein und schon wird einem der Weg angezeigt. Nur angucken sollte man sich die Gebäude, Statuen und Menschen dann schon offline.

Klar nutze ich das Internet, vor allem die sozialen Netzwerke und Online-Streams von Filmen und Serien. Wenn man etwas besorgen muss, ist es natürlich auch einfacher, schnell auf der Website eines entsprechenden Geschäfts zu schauen und dann online zu bestellen.

Nathalie, 20: Urlaub ist Offline-Zeit!

Das Web hat wirklich vieles erleichtert, und gerade was Recherchen betrifft, braucht man es einfach. Beim Bereich Social Media bin ich mir da allerdings nicht so sicher. Wenn ich mir einmal meine gesamten Chatverläufe angucke, denke ich oft: Es wäre es einfacher gewesen, die Dinge bei einem kurzen Telefonat zu klären, anstatt stundenlag in Whatsapp hin- und herzuschreiben.

Obwohl ich täglich ziemlich lange online bin, gibt’s für mich einmal im Jahr eine Ausnahme: der Urlaub! Wenn ich 350 Tage im Jahr ständig im Internet surfe, bin ich mal ganz froh,  wenn ich in zwei Wochen Urlaub nicht so einfach erreichbar bin.

Ich kann schon verstehen, warum Jugendliche ständig im Netz unterwegs sind. Früher fand ich es auch ganz toll, ständig mit meinen Freunden verbunden zu sein. Mittlerweile nervt es mich aber, dass von einem erwartet wird, immer sofort zu antworten.

Christian, 54: Mittel zum Zweck

Das Internet ist für mich ein Mittel zum Zweck, das ich benutze, weil ich es geschäftlich brauche oder wenn ich etwas wissen will. Manchmal auch zum Online-Shopping. Ich bin voll berufstätig und bin deswegen täglich online, hauptsächlich um Mails zu schreiben. Ohne Internet wäre es in der heutigen Arbeitswelt vollkommen undenkbar, überhaupt zu bestehen. Es wird von jedem erwartet, online zu sein, immer auf dem aktuellsten technischen Stand und vor allem auch schnell.

Wenn ich verreise, checke ich ebenfalls alles Nötige online. Wenn es an einen Ort gehen soll, den ich überhaupt nicht kenne, ziehe ich aber manchmal auch das Reisebüro vor. Allerdings wird dort ja auch alles online gebucht. Am Reiseziel angekommen, benutze ich ständig das Internet mit Hilfe meines Smartphones, das mir immer genau sagt, wo ich hin muss und wie ich dorthin komme.

Zur Unterhaltung brauche ich das Netz nicht. Wie man seine freie Zeit damit totschlagen kann, ist für mich unverständlich. Wenn ich einmal nicht arbeite, bin ich froh, offline sein zu können. Ich habe die Befürchtung, dass sich die Jugendlichen von heute so sehr auf das Internet fokussieren, dass sie vergessen, wie schön das Leben ohne sein kann. Wir haben damals noch mit Lego gespielt und als wir etwas älter waren, haben wir die Mädels reihenweise ausgeführt. Das ist übrigens auch viel spannender!

Anni, 84: Kennt ihr Ringelhüpfen?

Den ganzen Hype um dieses Internet verstehe ich einfach nicht. Oft höre ich, man braucht es, um mit Freunden zu schreiben – "chatten“ nennt man das ja. Ich bin da noch altmodisch. Früher habe ich sehr viele Briefe geschrieben, heute greife ich zum Telefon und rufe einfach an, wenn ich quatschen möchte. Damals ohne Telefon war das schwierig, das stimmt. Aber jetzt hat ja jeder eins und die Nummern stehen im Telefonbuch, so einfach ist das!

E-Mail, Facebook, Skype – das hat ja alles einen anderen Namen, da komm ich nicht mehr mit. Aber manchmal, das muss ich zugeben, schummle ich auch ein kleines bisschen! Nämlich, wenn es um‘s Reisen geht. Meine Tochter wohnt auf Mallorca, die besuche ich recht oft. Die Flüge und das Hotel buchen wir dann schon im Internet, ich lasse das aber alles von ihr machen. Ich bin da leider absolut unfähig. 

Was ich besonders schade finde, ist, dass die Jugend von heute überhaupt nicht mehr weiß, wie man miteinander spricht. Wenn ich mit dem Bus in die Stadt fahre, starrt jedes einzelne Kind auf den Bildschirm seines Handys, anstatt sich mit seinem Klassenkameraden zu unterhalten! Wir haben noch miteinander gespielt, Räuber und Gendarm, Verstecken, Ringelhüpfen, Seilspringen – kennt man das überhaupt noch? Also, ich bleib bei meiner Meinung: Internet – das hab ich nicht und das brauch ich nicht!

#getalife  - Was ist dein Lebensretter? Reich dein Foto oder deinen Link ein und gewinne für dich und fünf Freunde den Eintritt in einen Freizeitpark. Das Gruppenticket für eure Bahnfahrt gibt es obendrauf.

© Fotos Header: Privat – bearbeitet durch Minax Intermedia GmbH & Co. KG.